Bewegungsmessung für die HD Frühdiagnostik beim Welpen/ Junghund

Ziel der HD Frühdiagnostik

  1. Da in der herkömmlichen Tierarztpraxis die Diagnose-Möglichkeit der Bewegungsmessung fehlt, und oft keine Aussage über das Bewegungsmuster des Welpen gemacht werden kann, bieten wir für Hundebesitzer die Möglichkeit bereits ab der 16. Lebenswoche eine diagnostische Frühaussage bezüglich des Status der Hüfte zu machen. Dies ist deshalb wichtig, da ein auffälliges Bewegungsmuster einen Hinweis für die HD sein kann. Mit der Bewegungsmessung sowie einer anschliessenden Röntgendiagnostik kann eine gezielte Aussage bezüglich HD gemacht werden. In einem „positiven“ Fall für die HD, gibt es auch zu diesem Problem eine therapeutische Möglichkeit! Darüber werde ich in einem separaten Newsletter Auskunft geben.
  2. Zu einem weiteren wichtigen Aspekt der HD-Frühdiagnostik gehören Arbeitshunde für Polizei, Militär, Blindenschulen oder aber auch für Redog etc. Durch die gezielte Selektion kann man sich auf einen effizienten und fachgerechten Aufbau konzentrieren.

 

Das Thema HD (Hüftgelenksdysplasie) ist ein schwieriges Thema, vor allem dann, wenn es um die Ursache dieses Themas geht. Gesichert ist, dass die Ursache unter anderem eine genetische Komponente aufweisst. Es handelt sich hierbei um einen polygenen Erbgang. Was wiederum bedeutet, dass mehrere Gene eine Rolle spielen, und diese in Haupt- und Nebengene eingeteilt werden. Nebst der genetischen Komponente sind aber auch Umweltfaktoren an der Vererbung der HD beteiligt. Somit ist die Erkrankung der HD eine polygene, multifaktorielle Erkrankung. Es ist offensichtlich, dass Ernährung sowie die Bewegung zu den wichtigsten umweltbedingten Faktoren gehören. Gerade deshalb ist die Kontrolle der Bewegung unersetzlich, vor allem im Zeitraum der 12. – 20. Lebenswoche, da in diesem Zeitraum die wichtigste Entwicklung der Hüftpfanne stattfindet.

 

 

 

 

 

 

 

  

Bitte beachten Sie folgendes: 

die roten Punkte  sind die Werte des unten genannten Patienten „F“

die gelben Punkte  sind die Werte eines ebenfalls gesunden Hundes

 

AL: vorne links   AR: vorne rechts
PL: hinten links   PR: hinten rechts
BF: Rücken vorne   BP: Rücken hinten

 

 

 

 

Beim Patient „F“ sehen wir in den Röntgen, bei der stehenden Aufnahme wie auch der tangentialen Darstellung, eine optimale Überdachung sowie ein kompaktes und stabiles Hüftgelenk. Die kinetischen Werte der Vorder- und Hintergliedmassen entsprechen der Normalverteilung von 60:40 was bedeutet in beiden Vordergliedmassen je 30 % und beiden Hintergliedmassen je 20% der prozentualen Kraftverteilung. Dies ist beim Patient F erfüllt. Die HD/ED Auswertung beim Patient „F“, ein Jahr danach, hat  A/A für die Hüfte und 0/0 für Ellenbogen ergeben. Dies sehen Sie bei der Auswertung.

 

 

 

 

Beim Patient „G“ sieht die Situation anders aus. Obwohl der Bodymassindex gleichmässig aufbaut, ist das Bewegungsmuster verändert. Die Hinterhand, vor allem die linke Hintergliedmasse dreht ein, zeigt eine Instabilität und die X-beinigkeit links fällt sehr stark auf. Die kinetischen Parameter zeigen zudem eine deutliche Veränderung. Vor allem die Kraftaufnahme ist mit 15% respektive 17% verändert. Dies ist ein Hinweis für die Probleme der Hinterhand. Die kinetischen Ergebnisse werden durch die Röntgen noch verdeutlicht. Die Überdachung der Hüfte könnte man noch in der Norm bezeichnen, jedoch ist die Verbindung Hüftgelenk-Oberschenkelkopf zu locker, was wiederum zur HD-Problematik zu zählen ist. Durch die „Lockerheit“ des Gelenks entsteht eine beträchtliche Reibebewegung, was die Arthrosebildung fördert. Die „Lockerheit“ der Hüftgelenke erklärt somit das auffällige Bewegungsmuster.

 

 

 

 

 

 

Bitte beachten Sie folgendes: 

die roten Punkte  sind die Werte des oben genannten Patienten „G“ 

die gelben Punkte  sind die Werte eines gesunden Hundes

 

AL: vorne links   AR: vorne rechts
PL: hinten links   PR: hinten rechts
BF: Rücken vorne   BP: Rücken hinten

 

 

 

 

Zusammenfassend kann man folgendes festhalten:

Jeder Welpe sollte ab der 12. Lebenswoche kontrolliert werden, vor allem wenn der Welpe ein auffälliges Bewegungsmuster zeigt, mit eindrehenden Knien, „Charlie Chaplin“ laufen, einsacken in den Hinterläufen, beträchtliche Instabilität der Hinterhand, sowie „Laufen wie eine Ente“. Durch die HD-Frühdiagnostik mit der kinetischen Messungen sowie die Möglichkeit der stehenden und tangentialen Röntgendiagnostik kann die HD Problematik ab 16. Lebenswoche dargestellt werden und gezielte therapeutische Interventionen ergriffen werden wie die „Symphysiodese“ oder die „Beckenosteotomie“. Die Zweite habe ich im letzten Newsletter gezeigt, die Symphysiodese werde ich im kommenden Newsletter vorstellen.

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